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lkohol ist in dieser Welt eine der bedeutendsten Suchtmittel. Ob Wein, Bier, Schnaps oder Champagner: Nahezu rund um die Uhr lässt sich diese Droge ganz legal erwerben. Darüber hinaus ist Alkohol in Maßen gesellschaftlich akzeptiert: Zu einem guten Essen gehört ein guter Wein. Teure Spirituosen sind beliebte Geschenke und auf jeder Party findet sich eine breite Auswahl an alkoholhaltigen Getränken. Insbesondere deshalb fällt es auch so schwer zu erkennen, dass aus dem Feierabendbier ein echtes Problem geworden ist. Zum Bierchen gesellten sich mit der Zeit ein paar Schnäpse. Ihre Anzahl erhöhte sich stetig. Die Persönlichkeit veränderte sich und jetzt ist sie da: die Ehekrise durch Alkohol.

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Punkt 2.2 - Genießen Sie Alkohol nicht im Übermaß.

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Ehekrise wegen Alkohol: Ist-Situation analysieren

Der erste Schritt bei jeder Krise sollte sein, die Ist-Situation zu analysieren:

  • Was passiert gerade?
  • Wieso sind wir an dem Punkt, an dem wir im Moment sind?
  • Wie konnte es dazu kommen?
  • Was zeichnet die aktuelle Situation aus?

Wer sich diese Fragen stellt, kann die Beziehungskrise besser begreifen. Immerhin gibt es nicht die eine einzige, allgemeingültige Ehekrise wegen Alkohol. In Abhängigkeit vom Paar kann sich die Krise ganz unterschiedlich gestalten. Zwei Beispiele verdeutlichen dies:

Beispiel 1: Peter hat einen stressigen Job. Er ist Statiker und besitzt eine eigene Firma mit 30 Angestellten. Seine Verantwortung ist groß, doch er bewältigt sie seit bereits zwei Jahrzehnten mit Bravour. Seine Frau Sandra bekam rasch nach der Hochzeit drei Kinder. Das gute Einkommen ihres Mannes ermöglichte, dass Sandra keinen Job mehr annehmen musste. Sie fand dies gut, denn so konnte sie sich ganz und gar um die Kinder kümmern. Die Kinder sind nun volljährig und gehen ihren Weg. Sandra fühlt eine zunehmende Unzufriedenheit in sich aufsteigen. Sie kompensiert diese durch Shopping Ausflüge und Treffen mit Freundinnen. Mit der Zeit schleicht sich ein größer werdender Alkoholkonsum bei ihr ein. Anfangs waren es nur zwei, drei Gläschen Prosecco, jetzt aber ist Sandra längst bei drei Flaschen täglich angekommen. Peter merkt dies zu Beginn nicht, da er so viel arbeitet. Auf einem Firmenfest mit Kunden eskaliert die Situation jedoch, Sandra betrinkt sich, pöbelt andere an und muss nach Hause gebracht werden. Er macht ihr am folgenden Tag Vorwürfe und sagt ihr, wie peinlich ihr Verhalten gewesen ist. Auch in den darauffolgenden Tagen trifft Peter seine Frau immer häufiger volltrunken an, wenn er nach Hause kommt. Dass Sandra seit Längerem alkoholkrank ist, haben beide noch nicht realisiert.

Beispiel 2: Andreas ist Bankangestellter und 30 Jahre alt. Er ist mit der gleichaltrigen Gabriele seit zwei Jahren verheiratet, die ein gut laufendes Kosmetikstudio hat. Sie verdient seit einigen Monaten sogar mehr als ihr Mann und plant, ein zweites Studio zu eröffnen. Freitagnachmittags besucht Andreas sie öfter in ihrem Kosmetikstudio. Mit der Zeit fällt ihm auf, dass seine Freundin und ihre zwei Angestellten jeden Freitag zum Feierabend eine Flasche Sekt öffnen. Er trinkt nicht mit, da er eine tiefe Abneigung gegen Alkohol hat. Zwei Tage später gehen Andreas und Gabriele zu einer Familienfeier. Gabrieles Vater wird 65 Jahre alt. Andreas beobachtet, wie die Gäste sich fröhlich zuprosten und so manch einer einen kleinen Schwips bekommt. Als er Gabriele mit dem zweiten Glas Sekt sieht, rastet er aus und schreit sie vor allen Gästen an: „Gabi, kannst Du nicht nach einem Glas Schluss machen? Meine eigene Frau hat scheinbar ein Alkoholproblem!“ Die Ehekrise wegen Alkohol ist da.

Ehekrise durch Alkohol oder ist das grundlegende Problem ein anderes?

Alkohol ist ein Nervengift. Es kann schwere Schädigungen am Organismus und an der Psyche hervorrufen. Wenig davon wirkt stimulierend, etwas mehr beruhigend bzw. betäubend und zuviel führt zum körperlichen Verfall und Tod. Wer schwer alkoholkrank ist, verändert in der Regel mit den Jahren sein Verhalten. Je nach Einzelfall können ein sozialer Rückzug und Arbeitsplatzverlust bis hin zu Aggressionen gegen die Familie sowie ein Suizid die Folgen sein. Alkohol als Beziehungsproblem darf daher nicht unterschätzt werden. Um das Problem jedoch erfolgreich zu bewältigen, müssen die Betroffenen sich mit der Situation und den Gründen für das Alkoholproblem auseinandersetzen. Die Sucht ist letztlich nur der Ausdruck eines anderen Problems.

Im ersten Beispiel hat Sandra ein Alkoholproblem ausgebildet. Es ist so stark, dass sie sich täglich betrinkt und selbst auf gesellschaftlichen Anlässen davon nicht Abstand nehmen kann bzw. möchte. Vermutlich hat sie bereits ihre Selbstachtung verloren und sich von ihrer Ehe distanziert. Der Auslöser dafür war das Gefühl, wertlos zu sein. Ihr innerer Rückzug verstärkte ihre subjektive Wahrnehmung, mit diesem Problem allein zu sein. Ihr mangelt es an Beachtung und Bestätigung. Aus Langeweile und um ihr leeres Dasein auszufüllen, greift sie zur Flasche, bis ihre Gefühle betäubt sind. Unterbewusst möchte sie vielleicht zusätzlich ihren Mann bestrafen, der ihre Traurigkeit nicht erkennt. Um diese Ehekrise wegen Alkohol zu bewältigen, muss an zwei Punkten angesetzt werden: 

  • Da Sandra alkoholkrank ist, muss natürlich zuerst die Sucht besiegt werden. Dies wird unter Anleitung eines Arztes erreicht. Siehe unsere Empfehlung am Ende dieses Artikels.
  • Das Paar muss an dem Grundproblem arbeiten, um Sandra’s Selbstwertgefühl zurück zu gewinnen. Danach könnte sie eine neue Aufgabe finden, die sie ebenso ausfüllt, wie ihre Mutterschaft.

Im zweiten Beispiel geht es ebenfalls um eine Ehekrise wegen Alkohol, aber hier besteht keine ausgewiesene Alkoholkrankheit. Gabriele ist eine „Gelegenheitstrinkerin“, die nicht täglich trinkt und ihren maßvollen Alkoholkonsum auf bestimmte Situationen beschränkt. Sie ist nicht schwer alkoholkrank wie Sandra, weswegen sie keine Suchttherapie benötigt. Dennoch hat sie eine Ehekrise aufgrund von Alkohol. Ihr Ehemann Peter löste diese aus, da er unzufrieden mit sich selbst ist und Alkohol allgemein verteufelt. Alkohol ist zwar das auslösende Element, dahinter steckt jedoch eigentlich sein Frust. Er ist stolz auf den Erfolg seiner Frau, aber dieser beschämt ihn auch. Peter glaubt, dass er als Mann mehr Geld nach Hause bringen müsste, als seine Frau. Diesen Gedanken und das damit einhergehende Gefühl hat er sich nicht bewusst gemacht, deswegen zeigt er die Überreaktion auf den Alkohol. Begünstigt wird dies zudem dadurch, dass Peter aus einer Familie mit Alkoholikern stammt. Er hat eine tiefe Abneigung gegen den „Promille-Drink“ entwickelt, da er weiß, was Alkoholismus anrichten kann.

Ehekrise durch Alkohol: manchmal hilft nur Distanz

Liegt tatsächlich ein Alkoholproblem vor, kommt zum eigentlichen Eheproblem noch ein weiteres, großes Problem hinzu. Die ursprüngliche Ursache der Ehekrise lässt sich kaum lösen, da der Alkoholismus alles überschattet. In besonders schweren Fällen ist der Alkoholiker gar nicht mehr dazu imstande, rational zu agieren oder sein Verhalten zu reflektieren. Geschieht dies, kann Distanz der richtige Weg sein.

Ein alkoholkranker Partner macht nämlich nicht nur sich selbst krank, sondern auch sein Umfeld.

Das kann auf lange Sicht zu schlimmen physischen und psychischen Folgen führen. Experten sprechen von einer Co-Abhängigkeit. Teilweise verfällt der Partner sogar selbst in eine Alkoholsucht oder entwickelt ein anderes Suchtverhalten.

Die Erfahrung zeigt, dass ein Alkoholkranker selbst „aufwachen“ muss. Sofern er seine Sucht nicht erkennt und akzeptiert, kann er an ihr nichts dauerhaft ändern. Unter Umständen erkennt er seine Alkoholsucht und die Folgen daraus erst, wenn der Partner ihn verlässt. Das muss keine Trennung auf Dauer sein. Manchmal hilft bereits eine Trennung auf Zeit. Der nicht-alkoholkranke Partner muss für sich selbst entscheiden, inwiefern er die Alkoholsucht toleriert. Akzeptiert er diese, muss er aufpassen, daran nicht selbst zugrunde zu gehen. Zudem sollte er erkennen, dass er seinen alkoholkranken Partner nicht heilen kann. Die Bereitschaft zur Heilung muss von dem Kranken ausgehen.

Geht die Alkoholsucht mit einem Psychoterror und/oder physischer Gewalt einher, ist eine Trennung dringend erforderlich. Das fällt dem gesunden Partner oft schwer, da er seinen Partner ja auch als liebevollen Menschen kennt. Eine Trennung ist aber letztlich der einzige, richtige Ausweg.

Und noch ein Hinweis in eigener Sache zur Behandlung von Alkoholismus: 

In der Regel wird Alkoholismus als eine psychische Krankheit angesehen und in der Praxis mit Psychopharmaka, also ihrerseits süchtig machenden Drogen behandelt. Diese unterdrücken die Sucht lediglich, heilen aber nicht. Wir haben im eigenen Umfeld die Erfahrung gemacht, dass ein ganzheitlich arbeitender Arzt, speziell einer, der Erfahrung in der traditionellen chinesischen Medizin hat, durch Akupunktur, Tinkturen und speziellen Teemischungen eine schwerst alkoholabhängige Person nicht nur von den Psychodrogen herunterbringen, sondern auch langfristig stabilisieren kann, ohne eine zusätzliche Sucht “zu installieren”, wie es bei der Einnahme von Psychopharmaka häufig zu beobachten ist. So eine ganzheitliche Behandlung hilft dem Körper, sich langsam wieder zu regenerieren und Kräfte zu sammeln. Es sei trotzdem angemerkt, dass bei einer Suchterkrankung, sobald die körperlichen Symptome verbessert worden sind, mit der eigentlichen Arbeit begonnen werden muss. Die Gründe für die Suchterkrankung sind noch immer da und wurden durch die körperliche Behandlung nicht beseitigt. Werden diese jetzt bagatellisiert ist ein Rückfall früher oder später unausweichlich.

Empfehlung

Wir empfehlen nach einem körperlichen Entzug sofort einen ausführlichen Persönlichkeitstest zu machen, um die exakten Punkte zu lokalisieren, die zu einem Abrutschen in die Alkoholsucht geführt haben. Der von uns empfohlene Persönlichkeitstest ist kostenlos und liefert außerdem eine detaillierte Auswertung, die auch in einem telefonischen Gespräch besprochen werden kann. Konkrete, erfolgreiche Empfehlungen zur Wiederherstellung des eigenen Selbstwertgefühls werden angeboten.

Obiges Konzept "Ehekrise nach 40 Jahren Ehe" auch als Infografik. Klicke auf den Lnk oder auf das Bild für einen großen PDF Anblick, und der Möglichkeit die infografik zu drucken. Hier findest Du alle unsere Ehekrise meistern infografiken.

Infografik Ehekrise Wegen Alkohol: Was Steckt Dahinter Und Wie Lässt Sie Sich Meistern?

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Photo by Adam Wilson on Unsplash

Publiziert am 
Nov 12, 2019
 in Kategorie:
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